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ADAC Formel 4 – Schule für die Stars von morgen

ADAC F4 2015

Der ADAC stellt mit der neu geschaffenen ADAC Formel 4 die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Formel-Nachwuchssports in Deutschland. Mehr als 30 Talente gehen in der Debütsaison 2015 bei insgesamt acht Rennwochenenden an den Start. Auf SPORT1 und SPORT1+ übertragen die Rennen live im Fernsehen.

Das Auto
Die neuen ADAC Formel 4-Rennwagen treten mit Motoren von Abarth an. Der 1,4 Liter 414 TF Turbo-Motor leistet 160 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 210 km/h. Der italienische Hersteller Tatuus liefert die Chassis, die den hohen Sicherheitsanforderungen der FIA entsprechen. Der aus der Formel 1 bekannte, italienische Premium-Reifenhersteller Pirelli rüstet die ADAC Formel 4 aus. Mit Motec vertraut der ADAC auf denselben Felgenhersteller wie im ADAC Formel Masters. Der Federungs- und Fahrwerkshersteller Eibach ist neuer Serienpartner der ADAC Formel 4.

Der Terminkalender
Die Nachwuchstalente der ADAC Formel 4 starten 2015 an sieben Rennwochenenden im Rahmen des ADAC GT Masters sowie gemeinsam mit der DTM in Oschersleben (11. bis 13. September). Die Saison beginnt vom 24. bis 26. April 2015 in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben. Weitere Rennwochenenden steigen auf dem Lausitzring (03. bis 05. Juli), dem Nürburgring (14. bis 16. August), dem Sachsenring (28. bis 30. August) und in Hockenheim (02. bis 04. Oktober). Zweimal startet die ADAC Formel 4 auf aktuellen Formel-1-Strecken im Ausland: auf dem Red Bull Ring in Österreich (05. bis 07 Juni) sowie in Spa-Francorchamps in Belgien (19. bis 21. Juni).

Ablauf eines Rennwochenendes

Training: Zwei Freie Trainings am Freitag bilden den Auftakt eines Rennwochenendes in der ADAC Formel 4. In den jeweils 25-minütigen Sessions können sich die Formel-Talente mit den Streckenbedingungen vertraut machen. Aufgrund der FIA und DMSB Streckenabnahmeprotokolle ist das maximale Starterfeld für Formel-4-Fahrzeuge im Rennen auf bestimmten Rennstrecken auf eine Teilnehmerzahl zwischen 35 und 52 Startern begrenzt. Im Freien Training liegt die Höchstgrenze auf einigen Strecken bei maximal 42 Startern. Sollten beispielsweise auf einer Rennstrecke nur 35 Starter zugelassen sein und mehr Nennungen vorliegen, entscheidet der Ausgang des Qualifyings über das tatsächliche Starterfeld für die folgenden drei Rennen dieses Wochenendes.

Qualifying: Das Qualifying wird aufgeteilt in zwei Gruppen ausgetragen, um die Startpositionen für die jeweiligen Rennen zu ermitteln. Die Fahrer jeder Gruppe haben 20 Minuten Zeit, um eine möglichst schnelle Rundenzeit zu erzielen. Die Aufteilung der Gruppen richtet sich nach dem Ergebnis des ersten Freien Trainings. Autos mit einer geraden Zahl in der Ergebnisklassifizierung starten in der einen Gruppe, Autos mit einer ungeraden Ziffer in der anderen.

Die Startaufstellung des ersten Rennens ergibt sich aus den schnellsten Rundenzeiten im Qualifying. Für die Startplätze des zweiten Rennens sind die zweitbesten Rundenzeiten auschlaggebend. Der Fahrer mit der absoluten Bestzeit startet von der Pole Position. Der schnellste Fahrer aus der anderen Gruppe belegt den zweiten Startplatz. Die restlichen Autos werden gemäß ihrer Qualifyinggruppe hinter den beiden schnellsten Fahrern jeder Gruppe in der Startaufstellung aufgereiht.

Die Top-Zehn des ersten Rennens beginnen den dritten Wertungslauf in umgekehrter Startreihenfolge. Der Rennsieger startet also von Position zehn, der Zweitplatzierte vom neunten Platz bis hin zum Zehntplatzierten, der die Pole Position für das dritte Rennen belegt. Die Autos ab Platz elf aus Rennen 1 gehen im abschließenden Lauf von der gleichen Position an den Start.

Die drei Rennen: Jedes der drei Rennen pro Rennwochenende wird über 30 Minuten ausgetragen. Sieger ist der Fahrer, der nach Ablauf der vorgegebenen Zeit die Ziellinie als Erster überquert. Die Punktevergabe ist für alle drei Wertungsläufe gleich und richtet sich nach dem bekannten Formel-1-System. Der Rennsieger erhält 25 Punkte, der Zweitplatzierte 18 Zähler, für den drittbesten Fahrer gibt es 15 Punkte bis hin zum Zehnten, der einen Meisterschaftspunkt bekommt. Die Punktevergabe in der Übersicht: 25 – 18 – 15 – 12 – 10 – 8 – 6 – 4 – 2 – 1.

 

Die ADAC Formel-Nachwuchsförderung ist seit vielen Jahren Ausgangspunkt für künftige Motorsport-Stars. In der Vergangenheit begannen Formel-1-Fahrer wie der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg, Ralf Schumacher oder Nico Rosberg sowie DTM-Stars wie Martin Tomczyk, Pascal Wehrlein oder Timo Glock ihre erfolgreichen Karrieren in den ADAC Nachwuchs-Formelserien.